Das Neueste aus der Chronologiekritik im Jahr 2019
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Berlin · 2019  Uwe Topper topper

Neuigkeiten im Jahr 2019


K. Walter Haug: neue Entdeckungen

neuer Beitrag zur Ekliptik-Messung von Uwe Topper

Felsengleise werden immer mehr entdeckt

Das Jahr hat spannend angefangen mit Entdeckungen von weiteren Cairns in Süddeutschland durch Walter Haug und seine Gruppe. Man sehe selbst auf seiner Webseite megalith-pyramiden.de, da löst ein Fund den anderen ab. Ich habe inzwischen auch einige seiner Mitarbeiter kennengelernt, die mir ihre neuesten Entdeckungen zeigten. Der Winter ist übrigens eine günstige Jahreszeit, diese Cairns, Hälden, Riegel ... zu besichtigen, das grüne Laub der Bäume wird bald wieder den freien Blick auf die baulichen Strukturen verdecken. Es ergibt sich jedenfalls ein Bild vorgeschichtlicher Landschaftsgestaltung, wie wir es uns nicht träumen ließen. Kaum eine Bergkuppe, Felswand oder Hangleite ist unberührt geblieben, wie das in einem viele Generationen umfassenden Bauernleben selbstverständlich sein sollte. Was eben nicht selbstverständlich ist: Die Landschaftsbearbeitung folgte nicht rein praktischen Zwecken (Bewässerung, Wegebau, Befestigung, Verteidigung) sondern kultischen Überlegungen wie Zeitmessung, Ahnenkult und Dienst an unserer Erde. Aus den zahlreichen Hinweisen – nicht vergessen: Paul Klahn im Hotzenwald – entsteht eine neue Vorstellung der geistigen Haltung jener Menschen, die oft mit titanischem Aufwand Denkmäler schufen, von denen wir bisher keine Ahnung hatten.

http://megalith-pyramiden.de/onewebmedia/Die drei Riesen von Beutelsbach.pdf
http://megalith-pyramiden.de/onewebmedia/Skandal: Archäologen graben einen Cairn aus.pdf

Hier ein Foto von einem der Steinriegel am steilen Hang

SteinriegelFoto U. Topper 2018

Auf derselben Seite von Walter Haug nun das Allerneueste:
Sensation: Teneriffa-Pyramiden im Schwabenland Hatte Walheim am Neckar in der Vorgeschichte Kontakt zu den Atlantikinseln?

Die schon im vorigen Jahr unter "aktuelles" genannte Webseite "atlantisches Europa"
hat einen interessanten Beitrag über Megalithen:
"Dolmen und andere Großsteingräber als Indikatoren verheerender Flutwellen"
in dem auch Haugs Portal genannt wird.

Was war eigentlich mit Illigs Zeitschrift "Zeitensprünge"? Oft mit Spannung erwartet, jetzt sanft entschlafen! Ein Nachruf erübrigt sich, so unerwartet war dieses Verscheiden nicht. Ein freier elektronischer Zugang zu sämtlichen Texten ist immer noch erwünscht. Vielleicht hat Illig nun eher Zeit, das geplante Buch „über Christentum, Judentum und Islam“ über Lülings Arbeit (vermutlich aus dessen Nachlaß) herauszubringen (wie angekündigt in Zeitensprünge 2/2015) (siehe hier).

Ein Nachruf mit Trauer ist dennoch zu melden: Gert Meier ist im Januar gestorben, hier wird an ihn erinnert. Gewiß, kritisiert wurde der quicklebendige Autor der Vorgeschichtsforschung von mehreren Seiten, auch vom Rezensenten. Der Streit wird nun beigelegt. Wir haben seine Bücher und können uns selbst herausklauben, was wir für wertvoll erachten. Es bleibt genug übrig, um ein Menschenleben zu füllen.

Gerade erschienen: ein neuer Aufsatz von Uwe Topper

go Datierung mithilfe des Ekliptikwinkels ?

Dodwell - Richards - Faulkner

Mit dieser Thematik beschäftigte sich Topper schon 2008: "Katastrophen als Ursache der falschen Chronologie", und ganz besonders im Okt. 2014 in einem englischen Artikel, der in London (SIS) gedruckt wurde: " Cataclysms are the reasons for our wrong chronology".
Wie sich aus Gesprächen ergab, sind die Grundbegriffe der neuen Theorie nicht allen Lesern klargeworden. Das 500-Seiten-Buch Das Jahrkreuz (2016) erfordert eben viel Lese-Aufwand. Neuerdings lädt das Buch des australischen Astronomen George Dodwell von 1934, das im Jahr 2010 durch die Erben herausgegeben und auch im Internet bekannt wurde, wiederum zur Diskussion der Grundlagen archäo-astronomischer Datierung ein.

Ebenfalls aktuell: Es werden immer mehr große Felsenbauten und Megalithwunderwerke bekannt.
Gewiß ist strenge Vorsicht geboten, wenn neue Entdeckungen angepriesen werden. Die Möglichkeiten zum Reisen sind ja sehr viel besser geworden, in den entlegensten Gebieten werden "große Steine" entdeckt. Im Fall des Steinbruchs von San Cristobal bei Cádiz (Spanien) bin ich mir nicht sicher, ob er tatsächlich so ungewöhnlich ist, wie neuerdings behauptet wird. Ich war in den unterirdischen Sälen vor 30 Jahren (mit Freunden und mit Seilen) und staunte über den Aufwand, den man damals getrieben hatte, um Steine abzubauen und fortzuschaffen. Die Arbeitsweise schien nicht sinnvoll. Aber eine unbekannte Ingenieurstechnik oder gar unbekannte Maschinen anzunehmen, ist doch nicht gerechtfertigt. Daß der Ruf nach Atlantis in diesen Hallen kein Echo bringt, habe ich damals betont.

Andererseits ist es nötig, soviel wie möglich solche Orte aufzusuchen, die uns Rätsel aufgeben, etwa die Basaltfiguren am Tempel von Ain Dara in Nordsyrien, unweit der türkischen Grenze. Durch die Kampfhandlungen wurden viele dieser uralten Wunderwerke zerstört. Man kann nur hoffen, daß sie längst von Archäologen detailgetreu registriert worden sind.

In rasantem Tempo werden immer mehr Felsengleise entdeckt! Je zahlreicher die verschiedenartigen Felsen-Zeugnisse weltweit fotografiert und vermessen werden, desto eher können wir an die Lösung herankommen. Darum bringe ich hier neue Hinweise, auch wenn ich sie nicht nachprüfen konnte.
Zu meinem Eintrag über weitere Gleise 2018 "in Mexico: Tlaxcala de Xicohténcatl, nördlich von Puebla (Fotos von Josef Otto)," kommen nun genauere Information von megaliths.org: die Gleisestücke sind 90 cm bis 9 m lang und stellenweise bis zu 40 cm tief eingeschnitten. Dem Foto zufolge liegen sie ziemlich wirr durcheinander.
Ferner bringt megaliths.org auch einen link zu einer russischen Seite "Erde vor der Flut", auf der unter anderen Fotos von Gleisen in Indien gezeigt werden: www. dopotopa.com. Die Gleise liegen bei Bidar im Herzen des Subkontinents, NW von Hyderabad.
Selbst in Spanien sind immer mehr Gleise entgedeckt worden: diesmal bei Jumilla (Prov. Murcia); und in Orbaneja del Castillo (Burgos, am Ebro), dessen theatrale Kalkfelsen-Kulisse durchaus geeignet für derartige Zeugnisse ist.
Dann auch auf der Krim. Und natürlich fehlt nicht der Hinweis (mit Fotos) auf die riesige und total wirre Anhäufung von Gleisen bei Kayseri (Türkei). Hier ein Beispiel:

Foto A. Kusnjetsova Gleise Kayseri

Wer die neuesten Arbeiten vonGunnar Heinsohn sucht, wird sie auf Malaga Bay finden. Da gibt es auch eine spannende Diskussion zwischen Clark Whelton - Gunnar Heinsohn einerseits, und Martin Sieff als Gegner, der zwar Illigs These für möglich hält (300 Jahre sind zu streichen), aber ansonsten die traditionelle Ansicht der Geschichte vertritt und damit eine Streichung von 700 Jahren für aussichtslos hält.
Entzündet hatte sich der Streit im Dezember 2017 an der auffälligen Wiederholung von Komet-Halley-Sichtungen nach einem Zeitraum von rund 700 Jahren in chinesischen Annalen. Auf diese Problematik gehen die drei Streiter leider nicht weiter ein, erst am Ende, 15. Mai 2018, meldet sich Karl-Heinz Lewin mit einer vernünftigen Überlegung. go See here.

Zu den Sternbeobachtungen in chinesischen Annalen siehe auch mein neuer Artikel "Datierung mithilfe des Ekliptikwinkels" sowie generell mein 1. Buch zur Chronologiekritik: Die Große Aktion (1998)

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