Das Neueste aus der Chronologiekritik im Jahr 2022
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Berlin · 2022  Uwe Topper topper

Neuigkeiten im Jahr 2022

Nachricht: Einer unserer engsten Mitarbeiter, Walter Haug, der Cairn-Forscher, ist vor etwa zwei Wochen gestorben. Genauere Daten weiß ich noch nicht. Wir haben etwa 25 Jahre zusammengearbeitet. Auch wenn er in Sachen Chronologie-Entstehung in der Renaissance seine eigenen Theorien entwickelte, waren wir doch grundsätzlich etwa gleicher Meinung.
Wer einen Nachruf schreiben möchte – willkommen!
Der Verlust schmerzt. Uwe Topper

Ein Nachruf auf Walter Haug wurde hier begonnen.

Im vorigen Jahr hat uns Rainer Schmidt mit der deutschen Herausgabe von Jean Hardouins "Prolegomena" beglückt.
Meine Besprechung des Buches siehe hier: Hardouin - eine Abrechnung - außerdem weitere Anmerkungen von Rainer Schmidt dazu.

Meiner Besprechung hatte ich zwei Nachträge folgen lassen, wobei mir neuerdings der zweite Nachtrag, der ein Buch von Monaldi & Sorti betraf, zu kurz geraten schien, weshalb ich eine weitere Betrachtung dieses Bestsellers folgen ließ:
go "Das Mysterium der Zeit. Bemerkungen".

Auf die Bleitafeln von Granada, die Ende des 16. Jh.s gefälscht wurden, hatte ich schon in »Die Große Aktion« (1998, S. 81) aufmerksam gemacht, ein weiteres Mal bei der go Besprechung des Buches von Caro Baroja (1991), und nun folgt hier eine weitere Notiz, die sich auf die Erwähnung der Bleitafeln bei Hardouin (Prolegomena) bezieht. Rainer Schmidt hat einen ausführlichen Kommentar dazu geschickt, der gleich drangehängt ist. go hier

Nun haben wir einen neuen Mitarbeiter: Rainer Schmidt in Marl. Hier seine Vita :

Geboren: 1952 in Gelsenkirchen [Deutschland] - Tätigkeit: Dipl.-Pädagoge.im aktiven Ruhestand - Lebt in: Marl [Deutschland]

Rainer Schmidt hat in Düsseldorf und Marburg Philosophie, Psychologie, Soziologie und Erziehungswissenschaften studiert und ist Dipl.-Pädagoge. Nach dem Studium war er einige Jahre als Bildungsreferent auf Burg Ludwigstein in Hessen tätig, in enger und fruchtbarer Zusammenarbeit mit dem dort ansässigen Archiv der deutschen Jugendbewegung und nahm Lehraufträge an den Universitäten Marburg und Hamburg wahr. Forschungsschwerpunkte und Veröffentlichungen aus dieser Zeit beschränken sich auf die neuere Geschichte von 1900 bis 1945. Nach einer Ausbildung zum Programmierer und einem mehrjährigen Intermezzo als Vertriebsleiter eines Software-Unternehmens machte er sich 1993 selbständig und widmete sich zusammen mit seinen Mitarbeitern bis 2018 in seinem Förderzentrum der Diagnostik und Therapie von Legasthenie und Dyskalkulie. Erst im selbstgewählten Ruhestand konnte er sich wieder verstärkt historischen Themen und Fragen der Chronologiekritik zuwenden, die er seit Ende der 1990er Jahre eher sporadisch verfolgt hatte.

Im Frühjahr 2021 erschien die von ihm aus dem Lateinischen übersetzte und kommentierte Ausgabe von Jean Hardouins Prolegomena zu einer Kritik der antiken Schriften, es folgten Artikel u.a. zu Robert Baldauf, Isaac Newtons Chronologierevision und zwischendurch eine Studie zum Todesdatum der Philosophin Edith Stein im KZ Ausschwitz-Birkenau, abgedruckt im Edith Stein Jahrbuch 2022. Weitere historisch-kritische Arbeiten sind in Vorbereitung.

„Parerga und Paralipomena“ seiner breitgestreuten Interessen veröffentlicht Schmidt unregelmäßig auf seiner Homepage occammeetspooh.de.

Übrigens: Der gesellschaftspolisch und scharf analysierende Beitrag von Mischa Gabowitsch von 2000 (erst 2011 auf unserer Seite) ist immer noch – oder eigentlich : immer mehr – von eindrucksvoller Bedeutung und hat bei unserem neuen Mitarbeiter Rainer Schmidt einen Kommentar ausgelöst.

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